Wahres Wissen kommt aus der Praxis

„Echtes Wissen kommt aus der Praxis“ ist ein chinesisches Sprichwort. Wir geben hier Einsichten von Mitgliedern beim Üben von Taichi und Qigong wieder und veröffentlichen auch Anstöße unseres Lehrers.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Taichi ist eine wunderbare Erfahrung. Doch sie zu machen, braucht Zeit. Deshalb ist der erste Schritt zum Taichi, sich die Zeit zu nehmen.

Mittwoch, 21. April 2021

Im Geleitwort (2) zu Wang Laoshi's Buch „Die wahre Geschichte des Fünf-Stände-Meihuazhuang" heißt es: „Wang Laoshi unterrichtet Lernende in dem Geist 'nicht zu handeln und doch alles zu tun' und das Ergebnis ruft immer wieder Staunen hervor." Wang Laoshi unterrichtet sparsam, wenn aber seine Worte auf fruchtbaren Boden fallen, dann ist es genau das richtige Maß und sie können große Wirkung entfalten. Nach einem Jahr selbständigen Übens während der Zeit der Pandemie höre ich staunend von neuen Körpererfahrungen mit Taichi&Co z.B. einer geschärften Selbstwahrnehmung oder einem neuen Verständnis fürs Schwitzen während des Übens. Wer „mit ganzem Herzen bei der Sache ist", dem werden sich weitere Türen öffnen. Wang Laoshi nennt es „Bewegung ist Leben“.

Freitag, 30. Oktober 2020

Endlich jemand, der Lust hat, die Partnerübung das große Ziehen dàlǚ 大捋 mit mir wieder mit Leben zu füllen. Das große Ziehen wird in der Partnerübung zusammen mit dem Schulterstoß kào 靠 geübt. Ein Partner praktiziert das große Ziehen und der andere Partner praktiziert den Schulterstoß. Wenn sich beide Partner beim großen Ziehen und dem Schulterstoß abwechseln, geht die Bewegungsrichtung in die vier Ecken sì yú 四隅. Mit etwas Forschergeist kann man neue Möglichkeiten entdecken und in Drehungen, Schritten und zupackenden Händen versinken. Welche Erfahrung!

Donnerstag, 30. Juli 2020

Schwül-heißes Wetter und Zikadenkonzerte in den Bäumen, besonders am Flussufer, das sind die Merkmale der sān fú tiān 三伏天, der "dreimal heißen Tage" in China, von Mitte Juli bis Ende August. Schwitzen ist angesagt, nicht nur in Bewegung, auch in Ruhe. In China heißt es, die Krankheiten des Winters könne man während der sommerlichen Hitzeperiode heilen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Unsere Methode ist es, die Übungspraxis täglich fortzusetzen und die hohen Temperaturen zu nutzen, um die Entspannung des Körpers zu fördern und die Durchlässigkeit seiner drei Abschnitte und neun Teile voll und tief zu erfahren. Die Gelenke scheinen wie weit geöffnete Tore, außen fließt der Schweiß, innen fließen Blut und Qi ungehindert bis in die entfernten Körperendpunkte. Ziel ist es, angesammelte Kälte und Feuchtigkeit auszuschwitzen und ein neues Gleichgewicht zwischen Körper, Qi und Geist herzustellen. Wer die sommerliche schwül-heiße Hitzeperiode nicht miterlebt hat, wird diese Erfahrung nicht machen können.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Wir hatten heute Besuch von einem Schüler von Wáng lǎoshī 王老师 aus Milwaukee, USA. Wir haben zusammen Taichi gemacht und es klappte richtig gut, wir konnten zusammen üben, als ob wir uns schon lange kennen würden. Das war ein schönes Erlebnis, Realität geworden durch den gemeinsamen Lehrer im Hintergrund.

Die flinke Katze fängt die Maus
Der schwarze Drachen wedelt mit dem Schwanz
Der Karpfen springt über das Drachentor
Der Unsterbliche weist den Weg
Christian und Huìmín 惠民 bei der traditionellen Taichi-Schwertform